Nachrichten Aus Deutschland: Arbeiter Stürzt Vom Riesenrad Und Stirbt

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Natürlich könnten die Mammutjäger auch blind in den Abhang hinein wühlen, aber lieber folgen sie dem besonderen Gespür des Lastwagenfahrers Wassilij. Er fühlt Elfenbein. Das glauben zumindest die Männer im Camp. Er spürt es durch den Schlamm und den Dreck und den gefrorenen Boden, trotz der Bisonschädel und Lendenwirbel und Knochenreste, die das Erdreich hier seit Jahrtausenden fest umschlossen hält. Deshalb muss Wassilij immer, wenn es interessant wird, hinein in den Berg.

Durch ein Bachbett aus Schlamm und Geröll stapft er nach oben, in die Höhle. Die Luft ist schwer und feucht. Millionen Mücken schwirren durch die Taiga, eine lästige Plage. Wer kein Netz um den Mund trägt, schluckt sie beim Reden, und in der Pause schwimmen die Tiere im Tee. Wassilij bemerkt das aber gar nicht mehr, nur manchmal fächelt er mit den Händen genervt die Schwärme auseinander, die ihn umgeben wie kleine Wolken aus Nebel.

Im Sommer wird es 80 Grad heißer

Es ist heiß, Wassilij schwitzt, was vielleicht auch daran liegt, dass er einen Bundeswehrparka trägt, der sich vor Jahren auf geheimnisvolle Weise in eine Lieferung mit Secondhand-Klamotten nach Sajdy verirrt hatte, sein Heimatdorf in Sibirien. Das liegt unweit von Werchojansk, dem kältesten Wohnort der Welt. 67 Grad minus wurden im Winter einmal gemessen, meist ist es aber wärmer, nur minus 50 Grad. Im Sommer wird es 80 Grad heißer, also fast so warm wie in Italien.

Mit einer Taschenlampe leuchtet Mischa die Höhle aus: Aus den Wänden ragen Knochen, aber kein Elfenbein

Mit einer Taschenlampe leuchtet Mischa die Höhle aus: Aus den Wänden ragen Knochen, aber kein Elfenbein

© Yuri Kozyrev

Die Höhle aber stößt kalten Atem aus. Von den Seiten tropft das Eis, der Permafrostboden, durchsetzt von Pflanzenresten und altem Wurzelwerk. Wie eine Tiefkühltruhe funktioniert die Erde hier: Sie schluckt alles, verdaut aber nichts. Nichts vergeht in ihr. Sie erhält die Knochen der Steppenbisons, die Schulterblätter der Mammuts und manchmal sogar das Fell prähistorischer Nashörner. Selbst der Gestank bleibt im Eis jahrtausendelang frisch. In der Höhle riecht es muffig, nach dreckigem Hund und Gammel, nach Verwesung und Tod. Seit der Klimawandel die Tür der Tiefkühltruhe ein wenig aufstieß, spuckt die Erde die alten Kadaver aus. Wind legt sie frei, Wasser spült sie hoch. Und die Mammutjäger helfen natürlich auch ein wenig nach.

Wassilij knipst die Taschenlampe an für einen vorsichtigen Gang durch die enge Höhle aus Eis. Langsam leuchtet er über den tropfenden Matsch. In der Ecke ragt ein kleines Stück Horn aus dem Erdreich, das Ende eines kleinen Knochens ist zu sehen. "Vermutlich ein Wirbel", sagt Wassilij, "wertlos." Wassilij rüttelt daran, aber der Knochen rührt sich noch nicht. Am Tag zuvor hatten sie hier den Unterschenkel eines Mammuts aus der Wand gelöst, groß wie ein Tischbein. Das war ein gutes Zeichen. Wo ein Schenkel ist, könnte ein Skelett sein. Wo ein Skelett ist, ist meist auch ein Zahn. Oder auch zwei. Und natürlich sind alle nur darauf scharf: das Elfenbein.

Die Männer nennen sich Bergarbeiter, aber das beschreibt ihren Job nicht wirklich. Es ist eine verzweifelte, teure, aufwendige Suche. "Manche stellen komplizierte Berechnungen an und arbeiten wochenlang an ihrem Plan", erzählt Witja, ein Kollege von Wassilij. "Der Nachbar stolpert dann beim Gang aufs Klo über den Zahn."

Nur die Stoßzähne der Mammuts interessieren die Männer. Andere Fundstücke landen auf großen Haufen neben den Höhlen

Nur die Stoßzähne der Mammuts interessieren die Männer. Andere Fundstücke landen auf großen Haufen neben den Höhlen

© Yuri Kozyrev

Die Stoßzähne sind schwer zu finden: Nur selten gibt es ergiebige Abbaugebiete, in denen die Hänge voller Knochen liegen. Warum an einer Stelle viele zu finden sind, an anderen keine, wissen auch die Experten nicht. Vielleicht schwemmte ein Fluss sie an, vielleicht verhakten sie sich oder blieben im Geröll liegen. "Mammutfriedhof" nennen die Männer den Ort am Fluss Jana, an dem Wassilij sucht: Forscher entdeckten ihn bereits vor 100 Jahren.

Bis 1914 exportierte Russland Elfenbein von 48.000 Wollhaar-Mammuts

Nirgendwo auf der Erde liegen so viele Mammuts begraben wie in Jakutien, einem unwegsamen Permafrostgebiet in Ostsibirien, knapp neunmal größer als Deutschland. Auf dem Weltmarkt für das Elfenbein genießt Sibirien ein Quasi-Monopol. Fast 90 Prozent aller Stoßzähne stammen aus dem jakutischen Frost.

Die Geschäfte mit dem alten Elfenbein sind nicht neu. Schon im 9. Jahrhundert handelten Araber mit Stoßzähnen der Mammuts, die sie irgendwo in Sibirien aufgetrieben hatten. Im 16. Jahrhundert wurde das Elfenbein neben Pelzwaren zu Russlands begehrtester Exportware. Schon damals suchten Abenteurer an den sibirischen Flüssen nach dem kostbaren Schatz. Später förderte der Zarenhof das Geschäft. Bis 1914 exportierte Russland Elfenbein von 48.000 Wollhaar-Mammuts. In der Sowjetunion interessierte sich hingegen kaum jemand dafür. Und Privathandel war sowieso verboten.

Warmes Wasser aus dem Fluss wäscht Höhlen in den gefrorenen Hang. Mitten im Schlamm ist ein Mammutknochen zu sehen

Warmes Wasser aus dem Fluss wäscht Höhlen in den gefrorenen Hang. Mitten im Schlamm ist ein Mammutknochen zu sehen

© Yuri Kozyrev

Seit Kurzem aber boomt die Suche wieder. In den knappen Sommern ziehen ganze Dörfer los, berauscht von der Aussicht auf Reichtum und Glück. Etwa 60 Tonnen Elfenbein bergen die Jäger im Jahr, fast alles geht nach China. Dort gelten die kostbar verschnitzten Zähne seit Jahrhunderten als Statussymbol.

Wissenschaftler schätzen, dass noch immer 500.000 Tonnen des weißen Goldes im Permafrostboden verborgen liegen – genug, um die Nachfrage der nächsten Jahrzehnte zu stillen. Ein einzelner Stoßzahn kann bis zu 15.000 Euro einbringen, für die Menschen in dieser Gegend das Mehrfache eines Jahresgehalts. Manche wollen auch einfach nur ihre Familien versorgen und heuern als Arbeiter bei Glücksrittern an.

Die Kadaver in der Kühlkammer des Mammutmuseums in Jakutsk sehen wie alte Fleischberge aus. Robert Markow, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Instituts, präsentiert die Sammlung. Sein Chef würde die Urzeitelefanten am liebsten klonen

Die Kadaver in der Kühlkammer des Mammutmuseums in Jakutsk sehen wie alte Fleischberge aus. Robert Markow, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Instituts, präsentiert die Sammlung. Sein Chef würde die Urzeitelefanten am liebsten klonen

© Yuri Kozyrev

Handel und Suche der kostbaren Stoßzähne sind nur wenig reguliert. Immer wieder versucht der Staat, das Geschäft stärker zu kontrollieren oder ganz zu übernehmen. "Ein Verbot der Suche wäre eine Katastrophe", sagt Albert Protopopow, Chef der Mammut-Forschung an der Akademie der Wissenschaften in Jakutsk. "Für Tausende ist es die einzige Arbeit. Sollte die Suche verboten werden, bliebe ihnen nur der Weg in die Kriminalität." Die verzweifelte Suche ist auch eine Folge der bitteren Armut in Russlands hohem Norden. Moskau, so scheint es, hat das Gebiet einfach vergessen, die Menschen sich selbst überlassen.

"Am besten mit dem Hammer draufhauen!"

Wassilij stapft aus der Höhle, in das Gewirr aus Feuerwehrschläuchen, die sich überall im Matsch der Taiga verknäulen. Manche liegen schon seit Jahren da. Für die Suche sind sie unerlässlich. Die Krater in den Abhängen sind selbst gemacht, rund um die Uhr spritzen die Männer das Flusswasser in den Berg. Motoren und Pumpen schwimmen auf Motorbooten am Ufer, mehr als einen Kilometer weit weg. Improvisiert sieht das aus, aber am Ende der Welt ist es doch das Ergebnis von ausgeklügelter Logistik.

Etwas wackelig klemmen Motoren und Pumpen auf den Booten. Durch Feuerwehrschläuche gelangt das Wasser in die Hänge

Etwas wackelig klemmen Motoren und Pumpen auf den Booten. Durch Feuerwehrschläuche gelangt das Wasser in die Hänge

© Yuri Kozyrev

"Die Höhle muss breiter", meldet Wassilij durchs Funkgerät. Am Fuß des Abhangs, unten am Fluss, sitzt sein Kollege Witja im Zelt. Er hat schlechte Nachrichten für die Männer am Berg: Die Pumpe ist kaputt. Das passiert mehrfach am Tag. "Am besten mit dem Hammer draufhauen!", empfiehlt Wassilij.

Witja stammt aus Jakutsk und erlebte auf dem Mammutfriedhof bereits einen sehr guten Sommer. Und eine Katastrophe. Vier Arbeiter bezahlte er, aber einen Stoßzahn fand niemand. Vielen geht das so, nur wenige werden reich. Den Kredit für seine Ausgaben zahlt Witja immer noch ab. Die Suche ist teuer, schließlich muss die gesamte Ausrüstung in die Wildnis: Schläuche und Matratzen, Fässer mit Diesel, Zigaretten, Nudeln, Konserven, Schrauben, Werkzeug, Töpfe.

Leicht zu organisieren ist das nicht. Wer von Moskau hierherwill, fliegt sieben Stunden nach Jakutsk, von dort aus weiter mit einer alten Propellermaschine nach Batagaj, der tristen Kreisstadt des Gebiets, die sogar über eine Kanalisation und ein Kulturhaus verfügt. In Sibirien ist sie vor allem für ihren Krater bekannt, ein geheimnisvolles Loch, das aussieht, als sei ein gigantischer Meteorit mitten in der Taiga eingeschlagen. Jeden Sommer fressen sich die Abhänge weiter in den Wald hinein, dauernd krachen Wurzeln, Permafrost, Knochenreste und altes Erdreich in die Tiefe. Auch im Krater suchen viele ständig nach Elfenbein.

Die kalten Winter hinterlassen Spuren im abgelegenen Dorf Sajdy, doch für Sanierungen hat niemand Geld

Die kalten Winter hinterlassen Spuren im abgelegenen Dorf Sajdy, doch für Sanierungen hat niemand Geld

© Yuri Kozyrev

Zum Mammutfriedhof sind es von hier neun Stunden mit dem Motorboot, durch menschenleere Einöde, vorbei an verlassenen Siedlungen und heruntergekommenen Dörfern. Straßen gibt es nur im Winter, wenn die Jana gefroren ist. Das ist die Zeit, in der Wassilij als Lastwagenfahrer unterwegs ist, wie die meisten Männer im Camp. Im Sommer dient der Fluss als einziger Verkehrsweg, dabei ist er an manchen Stellen so seicht, dass selbst Motorboote im Grund stecken bleiben.

Schulterblätter von Mammuts eignen sich als Schemel

Dennoch gilt der Mammutfriedhof als vergleichsweise zugänglich. Andere Jäger fahren im Frühjahr mit ihren Schneefahrzeugen auf die Neusibirischen Inseln, die in der Laptew-See der Küste vorgelagert sind. Monate harren sie dort aus. Manche sterben bei dem Versuch, mit dem Motorboot über das offene Meer zu setzen. Andere hungern, weil zu Beginn des Herbstes die Vorräte knapp werden und das Eis noch nicht dick genug ist für eine Rückfahrt. Orte, die vor Jahren noch als Hotspots der Mammutjäger galten, sind inzwischen geplündert. Die sibirischen Flüsse Jana und Indigirka gelten mit ihren verzweigten Nebenarmen noch als die besten Fundorte.

Im Camp am Mammutfriedhof lagert ein Stoßzahn. Witja zeigt ihn, läuft voran, an den Zelten der anderen Brigaden vorbei, an Kochstellen und Hütten und den Lagern für Diesel und Konserven. Etwa 200 Männer leben den Sommer über hier, unter ihnen auch Studenten, sogar Schauspieler aus dem Theater von Jakutsk.

Mitten im Kartoffelacker stießen Hobbygärtner bei Jakutsk zufällig auf ein Mammutskelett. Sascha, 4, jagt lieber Schmetterlinge

Mitten im Kartoffelacker stießen Hobbygärtner bei Jakutsk zufällig auf ein Mammutskelett. Sascha, 4, jagt lieber Schmetterlinge

© Yuri Kozyrev

Das Elfenbein bewahren die Männer im Flusswasser auf, eingewickelt in Plastikfolie, damit es in der trockenen Luft nicht reißt. Für andere Knochen interessiert sich keiner. Das ganze Lager ist übersät mit den Überresten prähistorischer Tiere. Nur die größeren benutzen die Männer manchmal: Schulterblätter von Mammuts eignen sich als Schemel, aus anderen basteln sie Gestelle für Teekanne und Kochtopf. Kleinere Knochen werfen die Mammutjäger oft in hohem Bogen aus den Höhlen.

Für Paläontologen müssten die wenig wissenschaftlichen Methoden im Camp eigentlich ein Graus sein. Doch das Gegenteil ist der Fall. "Unsere besten Fundstücke stammen von den Mammutjägern", sagt Albert Protopopow von der Akademie der Wissenschaften in Jakutsk. Die Wissenschaftler selbst haben weder Geld noch Zeit für lange Expeditionen im Land. "Wir sind auf ihre Hilfe angewiesen."

© stern-Infografik

In Jakutsk restauriert Protopopows Kollege gerade ein Babynashorn, 34.000 Jahre alt und Sascha getauft, nach dem Mammutjäger, der es an der Indigirka fand. Alle Lager und Tiefkühlfächer sind voll mit Knochen und Kadavern, sogar mit alten Mäusen. Sein Spezialgebiet sind Mammuts: Bislang ist nicht klar, warum sie vor etwa 10.000 Jahren ausstarben.

Vom Aufschwung der ersten Putin-Jahre hat die Gegend nichts mitbekommen

Die Kollegen aus dem Jakutsker Mammut-Forschungslabor fanden sogar Blut an einem Mammutkadaver. Gemeinsam mit Wissenschaftlern aus Südkorea träumt der Chef des Instituts seither davon, aus der DNS ein lebendes Tier wiederaufstehen zu lassen wie im Blockbuster "Jurassic Park". Seine Kollegen aus der Akademie der Wissenschaften halten diesen Plan aber eher nicht für realistisch.

Wassilij fährt vom Mammutfriedhof manchmal nach Hause, er hat es nicht weit: nicht einmal eineinhalb Stunden sind es mit dem Motorboot bis zu seinem Heimatdorf Sajdy. Vom Aufschwung der ersten Putin-Jahre hat die Gegend nichts mitbekommen: Überall sind Schotterpisten zerschlagen, die Häuser windschief, Wohnblöcke verlassen, Hütten zerbrochen. Fast aller Zerfall ist für immer, kaum etwas wird je wieder gerichtet, bemalt, repariert. "Kein Geld", sagt der Chef.

Zigarettenpause neben der Höhle. Ständig gehen Pumpen kaputt, Wassilij (l.) wartet zusammen mit anderen Arbeitern darauf, dass aus den Schläuchen wieder Wasser läuft

Zigarettenpause neben der Höhle. Ständig gehen Pumpen kaputt, Wassilij (l.) wartet zusammen mit anderen Arbeitern darauf, dass aus den Schläuchen wieder Wasser läuft

© Yuri Kozyrev

Auch sonst funktioniert nur wenig. Im Krankenhaus arbeitet nur eine Hebamme, die für alle Krankheiten zuständig ist. In den Läden gibt es nicht einmal Äpfel – nur Konserven, die einmal im Jahr geliefert werden und mindestens doppelt so teuer sind wie in der Stadt. Bringt ein Händler Kartoffeln, prügeln sich die Leute manchmal darum. Wodka ist offiziell verboten. Händler schenken ihn deshalb illegal aus, zu überteuerten Preisen.

Die Staatsmacht, so scheint es, hat sich beinahe verabschiedet aus diesem Ort. Der nächste Polizist lebt in Batagaj, sieben Stunden Bootsfahrt entfernt. Verzweifelt bestellte der Dorfvorsitzende nach Morden, Selbstmorden und Unglücksfällen Anfang des Jahres einen Schamanen ein, damit dieser die negative Energie aus seinem Ort vertreibe. Arbeit gibt es fast nicht. Wer Glück hat, ist beim Staat angestellt, als Lehrer oder Postbote. Wer Pech hat, sucht im Sommer nach Elfenbein.

Die Männer lieben ihr Land

Am Abend sitzen die Männer vom Mammutfriedhof im Zelt. Draußen blubbern in einem Kessel die Nudeln. Witja kocht gern über dem offenen Feuer. Aus Jakutsk verfrachtete er sogar chinesische Trockenpilze und Saucen zum Mammutfriedhof. Wassilij schnitzt aus Metall ein Ersatzteil für die alte Pumpe. "Sowjetische Produktion", sagt er. "Gut zu reparieren."

Wie gigantische Schlangen ziehen sich die Feuerwehrschläuche der Mammutjäger in die Hügel der Taiga. Einige liegen dort schon seit Jahren. Weil die Abhänge am Ufer bereits ausgewaschen sind, müssen die Jäger immer tiefer ins Land hinein

Wie gigantische Schlangen ziehen sich die Feuerwehrschläuche der Mammutjäger in die Hügel der Taiga. Einige liegen dort schon seit Jahren. Weil die Abhänge am Ufer bereits ausgewaschen sind, müssen die Jäger immer tiefer ins Land hinein

© Yuri Kozyrev

In den weißen Nächten des Sommers dämmert es nur ein klein wenig, deshalb arbeiten die Jäger meist rund um die Uhr. Am Fluss rattert der Motor der Nachbarbrigade. Die Männer lieben ihr Land, in dem niemals etwas lau ist. Wenn sie von ihm sprechen, geht es trotz der Grenzen auch um Freiheit. Sie arbeiten hier, um bleiben zu können.

Oben am Berg steht nun Leonid in der Höhle, ein Mann aus der Nachbarbrigade. Er hat auch ein besonderes Gespür für das Elfenbein, behauptet er. Wenn ihm im Schlaf eine Frau erscheint, dann findet er welches. Ganz sicher ist das so. Jedenfalls manchmal. Es könnte jedenfalls sicher so sein.

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