BVB Lenker Şahin Räumt Wechselgedanken Ein

germany.eurfootball.com

Als Maximilian Philipp im Sommer vom SC Freiburg zu Borussia Dortmund wechselte und der Branchenriese dem badischen Ausbildungsclub eine 20 Millionen Euro schwere Ablöse überwies, muss der Spieler einige Nächte ziemlich unruhig geschlafen haben. „So viel Geld“, meinte der 23-Jährige damals, „so viel Geld, viel zu viel Geld.“

Nun ist im Fußball inzwischen jedes Maß verloren gegangen, wenn Philipp so weitermacht wird er am Ende der Saison womöglich noch als Schnäppchen gefeiert. Beim mitreißenden 6:1 (3:0)-Erfolg der Dortmunder am Samstag über Borussia Mönchengladbach erzielte der Stürmer im sechsten Spiel seine Saisontreffer drei und vier und legte zudem noch einmal für den dreifachen Torschützen Pierre-Emerick Aubameyang vor. Nachher sagte der junge Mann, den Hertha BSC einst für zu leicht befand und eilfertig ausmusterte: „Wir funktionieren als Team sehr gut, jeder ist hier für den anderen da.“

16 Punkte, 19:1 Tore, Spitzenreiter – Dortmunds Saisonstart ist tatsächlich fabelhaft, da wird sich bei Ansicht des fulminanten Wirbels gegen Gladbach sogar in München der eine oder andere Gedanken und Sorgen um die Vorherrschaft gemacht haben. Das Spiel der Borussia ist elegant und zielstrebig, die Mannschaft selbstbewusst und angriffslustig. In der Champions League geht es am Dienstagabend gegen Titelverteidiger Real Madrid. Es ist die größtmögliche Herausforderung auf diesem Niveau. Philipp räumt „ein bisschen Aufregung ein. Andererseits freust du dich ja schon als Kleinkind auf so ein Spiel.“

Vorn brandgefährlich, hinten beinahe undurchlässig – Dortmund wird in diesen Tagen auch vom neutralen Publikum beklatscht. Doch ob das System gegen allerfeinste Qualität besteht, ist noch nicht erwiesen. Ma­drid, Leipzig, Bayern, Tottenham und Schalke sind Gegner in fünf der kommenden sechs Heimspiele. Da muss Herkules Sonderschichten schieben. Und dazu braucht es auch ein wenig Fortune. Gegen defensiv komplett überforderte Gladbacher hatte der BVB das nötige Glück. Schon vor dem Gegentor durch Lars Stindl (zum 1:5) wackelte die Defensive mehrfach bedenklich. Unverletzlich ist dieser BVB nicht.

Das fiel bislang aber kaum auf und schon gar nicht ins Gewicht bei aller Inspiration sowie Sturm und Drang. Am Samstag schonte Trainer Peter Bosz Regisseur Nuri Sahin und Flügelstier Andrej Jarmolenko. Dortmund hat glänzende Alternativen. Mahmoud Dahoud machte das Spiel rasend schnell, Julian Weigl krönte sein Start-Comeback nach Verletzungspause mit dem 6:1. Ein besonderer Moment für den Nationalspieler: „Ein Tor vor der Südtribüne, das ist wirklich wie im Traum.“

Nach einer turbulenten Saison mit schweren internen Dissonanzen schlägt Dortmund gerade aus der frischen und offensichtlich wohltuenden Harmonie Kapital. Da steht ein Pflänzchen im Wind, das ein bisschen an die berauschende Zeit unter Jürgen Klopp erinnert. Ob es auch Sturm aushält wie in den Meisterjahren 2011 und 2012, ist nicht vorhersehbar. Die Fans haben jedenfalls große Hoffnung und singen schon inbrünstig das „Pippi-Langstrumpf-Meisterlied“. Sinngemäß sagte Trainer Bosz nach der Gala gegen Gladbach: „Ich wusste gar nicht, was das bedeutet. Seit heute weiß ich es.“

Fußball: Bundesliga Philipp und Aubameyang brillieren für den BVB gegen Gladbach
Fußball Dortmund feiert sich und sein Schnäppchen

Hot News

#Star Trek Discovery, #Meghan Markle, #Fortnite, #Pokemon Go, #Ed Sheeran, #Robert Habeck, #Tyson Fury, #Dorfchemnitz, #SPIEGEL, #Champions League, #Marcus Pretzell, #Berlin Marathon 2017, #FAZ, #Heidi Klum, #Anne Will, #Sachsen, #Kurdistan, #Fifa 18 Release, #Amtliches Endergebnis Bundestagswahl 2017, #Ergebnisse Der Bundestagswahl 2017,